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ttt – titel, thesen, temperamente zur Ausstellung „Home Street Home“ in der Frankfurter Paulskirche

  • 1. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Als ttt - titel, thesen, temperamente über „Home Street Home“ berichtete, ging es um mehr als ein Ausstellungs-Feature. Es ging um die Frage der Darstellung: Wie wird Wohnungslosigkeit visuell verhandelt?


Meist wird Wohnungslosigkeit sozialpolitisch diskutiert: Zahlen, Zuständigkeiten, Systeme. Kaum jedoch wird über Bildästhetik gesprochen. Dabei prägt sie unser inneres Bild entscheidend. Sehen wir Defizite und Elend oder Menschen mit Würde in einer herausfordernden Lebenssituation.


„Home Street Home“ zeigt Menschen nach der Wohnungslosigkeit. Nicht als Fallstudien, sondern als Akteur:innen ihrer eigenen Geschichte. Das multimediale Langzeitprojekt entstand u.a. in Zusammenarbeit mit Erfahrungsexperten:innen, die selbst auf der Straße gelebt haben, Sozialaktivistinnen, wie Janita-Marja Juvonen und Housing-First-Initiativen. Der Ansatz, erst Wohnraum, dann Stabilisierung, spiegelt sich auch fotografisch: Selbstbestimmung vor Zuschreibung. Einige Porträts entstanden per Selbstauslöser. Selbstbestimmung als Bildprinzip.


Die 18 Porträts von „Home Street Home" verstehen sich als Beitrag zu einer differenzierten visuellen Kultur im Umgang mit Armut und sozialer Ausgrenzung. Dass ein Format wie ttt diese Perspektive aufgreift, freut mich, weil es zeigt: Sozialkritische Fotografie hat einen Platz im kulturellen Diskurs.


Bilder können gesellschaftspolitische Diskursräume öffnen, Empathie ermöglichen und Paradigmenwechsel inspirieren.


Ich bin im Gespräch mit Institutionen, die das ähnlich sehen. 


Wer „Home Street Home" gerne als Ausstellung zeigen möchte, ich freue mich über Kontakt studio@deboraruppert.com


 
 
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